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Campo Teatro degli Ulivi: Naturtheater und Kulturprojekt des Sozialunternehmens „Campo 2016“

Kunst, Natur und Gemeinschaft im mittelalterlichen Dorf Campo di Brenzone

  • Grünes Open-Air-Theater: ein natürliches Amphitheater inmitten eines historischen Olivenhains im mittelalterlichen Dorf Campo di Brenzone.
  • Soziales Kulturunternehmen (ETS): Musik, Theater, bildende Kunst und Umweltbildung als Werkzeuge für Begegnung und gemeinsames Wachstum.
  • Landschaftspflege: Aufwertung des Ostufers des Gardasees durch Initiativen, die Kunst, Natur und Gemeinschaft verbinden.
  • Künstlerische Wege und Installationen: zwischen jahrhundertealten Olivenbäumen, Trockenmauern und ländlicher Architektur – im ständigen Dialog mit der Landschaft.

Campo Teatro degli Ulivi ist das Kulturprojekt des Sozialunternehmens „Campo 2016“, das darauf abzielt, das mittelalterliche Dorf Campo di Brenzone durch ein in Oliven eingebettetes Naturtheater aufzuwerten. Hier verbinden sich Kunst, Musik, Umweltbildung und Landschaftspflege zu einem Erlebnis, das Gemeinschaft, Geschichte und Natur vereint. Jede Veranstaltung ist ein Akt der Fürsorge für das Gebiet und seine Identität.

Vielleicht hat man Recht, wenn man erzählt, Campo sei magisch.

Wir haben noch immer die Worte von Alessandro Anderloni im Ohr und im Herzen, der am 25. Mai zwischen 16:30 und 18:00 Uhr seinen Monolog „Der Priester der Castagnari“ im stimmungsvollen Freilichttheater zwischen den Olivenbäumen von Campo di Brenzone vortrug.
Und vielleicht, ja, könnte der Priester der Kastanienbauern auch der Priester der Oliven sein. Denn sein freier Geist, seine sanfte Kraft, seine Menschlichkeit haben zwischen diesen alten Bäumen und den versammelten Zuhörern ein Zuhause gefunden.

Don Alberto Benedetti, der Protagonist der Geschichte, war ein Landpfarrer, der sich nicht in Schubladen stecken und auch nicht etikettieren ließ. Er definierte sich einfach als freier Mensch. Und heute kann man sagen, dass er, obwohl er im letzten Jahrhundert lebte, diesem mindestens ein Jahrhundert voraus war: in der Art und Weise, wie er über Politik, Frieden, Krieg und vor allem über den Menschen sprach.

Man sagt „wenige, aber gute“, und dieser Satz passt perfekt zum anwesenden Publikum: aufmerksam, engagiert, begeistert.
Wir verließen den Olivenhain mit einem neuen Licht in den Augen, mit einer stillen Energie und einem tiefen Bewusstsein: dem Samen, den Don Alberto in jedem Menschen pflanzen wollte. Jenem Samen, der uns dazu bringt, uns nicht niederzulassen, Sinn und Wahrheit zu suchen und bewusst zu leben.

Campo wollte mit seinem Theater inmitten der Olivenbäume diesen Samen pflanzen. Und er hofft, dass jeder Zuschauer reicher nach Hause zurückkehrt – nicht mit Bitcoins, sondern mit Gedanken, Emotionen und Freiheit.