Sprache auswählen

Cammina, Mangia, Ascolta: ein besonderer Tag in Campo

Die diesjährige Ausgabe führte uns auf eine etwas anspruchsvollere Strecke — weniger wegen der Kilometer, sondern wegen des Höhenunterschieds. Wir starteten an der Kirche San Nicolò in Assenza, stiegen nach Sant’Antonio della Pontera hinauf und tauchten dann in den Wald Richtung Campo ein.

Währenddessen herrschte in Campo plötzlich eine besondere Energie: Eine Gruppe von Sportlern kam fast im Laufschritt an und schob im Takt der Musik eine nagelneue Joëlette — ihr erster Einsatz. Darauf saß ein besonderer Gast: Natthan, ein junger Mann aus Brenzone, bewegt und lächelnd.
Ein Moment, der alle berührte — sein Lächeln, die Kraft der Gruppe, die Freude all jener, die an dieses inklusive Projekt geglaubt haben. Ein Bild, das bleibt.

Als wir ankamen, war das Dorf bereits in vollem Gange: Der Gemüseeintopf kochte, die polenta carbonera war fast fertig, und in der Luft lag der Duft eines Festes. Mit dem Eintreffen der Wandergruppe begann die Feier richtig. Kinder und Erwachsene verteilten sich in den Gassen und ließen Campo wie jedes Jahr wieder aufleben.

Am Nachmittag begannen The Hot Teapots ihre Instrumente aufzuwärmen. Ihre Musik erfüllte Campo — zwischen Olivenbäumen, Steinmauern und einer schüchternen Sonne, die uns bis zum späten Nachmittag begleitete.

Und während diese zurückhaltende Sonne uns gerade genug wärmte, liegend im Gras oder sitzend auf den alten Mauern, spürten wir wieder jene Magie, die man nicht erklären kann.
Man kann sie nur erleben.